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| 41. Dorffest in Todesfelde |
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24.03.09
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Todesfelde – Dalli Dalli und Schlaghosen: Über 200 Besucher und viele Darsteller feierten das 41. Dorffest in Todesfelde. Das Motto: „Die wilden 70er“.
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Wenn der Pastor „Fiesta Mexicana“ anstimmt und der Wehrführer die Kulturausschussvorsitzende als „langbeinigste Praline des Abends“ ankündigt, dann ist Dorffest in Todesfelde.
Am Wochenende war es soweit. Zum 41. Mal. Damit ist die große Sause in der kleinen Gemeinde nur gerade mal 16 Jahre jünger als die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg, aber mindestens genauso angesagt – zumindest in Todesfelde.
Über 200 Gäste amüsierten sich im Gasthof „Zur Eiche“, und beinahe genauso viele Akteure bestritten das Abendprogramm. Für das hatte sich der Kulturausschuss unter Leitung von Doris Schümann erstmals ein Motto überlegt: „Die wilden 70er“. Psychedelische Tapeten in grellen Farben, Disco, Schlaghosen und Dalli Dalli: Von der Dekoration bis hin zu den Programmpunkten zog sich die Überschrift wie ein roter Faden durch den gelungenen Abend.
Ein Rückblick zur Einstimmung: In den 70er-Jahren machte sowohl die letzte Hinrichtung in Frankreich als auch das erste Mobiltelefonat Schlagzeilen. Ebenso wie die Watergate-Affäre, die RAF, die Ölkrise und der Anschlag während der Olympischen Spiele in München. Deutschland wird Fußballweltmeister und Helmut Schmidt Bundeskanzler. Muhammad Ali gewinnt gegen Joe Frazier in einem Jahrhundertkampf. Und in und um Todesfelde? Da wurde zum Beispiel die Dorfgemeinschaftsschule in Leezen eröffnet. Was damals sonst noch in der beschaulichen Gemeinde und der Nachbarschaft los war, darüber plauderten Zeitzeugen wie Amtsvorsteher Jürgen Hildebrandt-Möller, Ehrenwehrführer Dieter Krogmann und Karl-Heinz Ziegenbein mit Moderator Holger Böhm.
Die Jungs und Mädchen vom Kindergarten Sonnenblume sangen „Alle meine Entchen“ zur Melodie des Queen-Klassikers „We Will Rock You“. Zeitgemäße Hitparadenstürmer gab es mit „I Have a Dream“ und „Lollipop“ vom Frauen- und Männerchor. Pastor „Kalle“ Rahn hatte eine Geschichte, einen Schlager und eine alte Kaffeekanne aus den 70er-Jahren im Gepäck. Die Landfrauen traten als „Country Women“ auf, und die Combo der Freiwilligen Feuerwehr heizte mit schmissigen Liedern ordentlich ein.
Den absoluten Lacherfolg präsentierten die Männer der Wehr mit der Spielshow „Dalli Dalli“. Heico Clasen als rothaarige Riesin assistierte dabei Moderator Hänschen Rosenthal (Wehrführer Marco Wrage). Er und die Jury bewerteten vor allem die Antworten des „lebhaften Bürgermeisters“ Carsten Wittern, die von Rita Höpke „aus der Rote-Socken-Fraktion“ und die von Karl-Heinz Ziegenbein als Vertreter der „Allgemeinen Kopflosen Pechvögel, kurz AKPV“. Nicht zu vergessen die Kandidatin von der „chaotischen Dorfunion“, die „wohl langbeinigste Praline des Abends“ – Doris Schümann. Das Publikum im Saal tobte vor Vergnügen, als die Lokalpolitiker den Spaß mitmachten. „Das war spitze“, freute sich mit dem Dalli Dalli-Moderator das halbe Dorf. Von Heike Hiltrop - Lübecker Nachrichten
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