|
| Leezener Schule hat 61 Anmeldungen |
|
|
13.02.09
|
| |
Freude in Leezen: Noch vor Beginn der offiziellen Anmeldezeit am 9. März hat die Schule die wichtige 60-Schüler-Hürde genommen. Damit kann die Gemeinschaftsschule wahrscheinlich doch im Sommer starten. Es sieht fast so aus, als wollen die Eltern das Bildungsministerium schonungslos widerlegen: Gestern waren bereits 61 Kinder für die geplante Gemeinschaftsschule in Leezen verbindlich angemeldet. Und damit ist die vom Land geforderte Mindestzahl von 60 Schülern für den 5. Jahrgang bereits vor dem Beginn der offiziellen Anmeldezeit, die vom 9. bis 27. März dauert, überschritten. „Wir gehen davon aus, dass wir nach den Sommerferien loslegen können. Jetzt können wir zeigen, was in uns steckt“, sagte gestern Holger Rickert, kommissarischer Leiter der Leezener Grund- und Hauptschule. Wie berichtet, hatte das Kieler Bildungsministerium den erneuten Antrag der Schule Anfang Februar abgelehnt mit der Begründung, dass sich die Voraussetzungen für eine Genehmigung gegenüber dem Vorjahr nicht geändert hätten. Seinerzeit hatte die Schule die geforderte Mindestanzahl an Anmeldungen deutlich unterschritten. Offenbar hat das Land mit der Ablehnung bei den Eltern eine Trotzreaktion ausgelöst: „Ich vermute, die Eltern hatten das Gefühl, dass ihre Schule geschlossen werden sollte“, so Rickert. In den vergangenen Tagen und Wochen rührte der Elternbeirat die Werbetrommel für die Schule, sprach die Eltern der Viertklässler direkt an. Mit Erfolg: Die 61 Anmeldungen kommen allesamt aus der eigenen Grundschule, in der laut Rickert gegenwärtig 113 Viertklässler unterrichtet werden. Der Schulleiter geht davon aus, dass der frühe Sprung über die 60er-Hürde Signalwirkung hat und sich jetzt noch weit mehr Eltern für die Leezener Schule entscheiden werden. Und dass Kiel jetzt noch sein Okay für die Gemeinschaftsschule zum 1. August verweigert, glaubt Rickert nicht: „Ich wüsste nicht, wie das Ministerium das den Eltern erklären wollte.“ Allerdings berücksichtigt Kiel bei der Genehmigung auch die erwartete langfristige Entwicklung der Schülerzahlen, denn eine Gemeinschaftsschule soll bei vollem Betrieb (5. bis 10. Jahrgang) dauerhaft mindestens 300 Schüler haben. Der Schulentwicklungsplan des Kreises stuft Leezen als Standort ein, an dem das nicht zu erwarten sei. Schulrätin Ute Lehmann sagt denn auch: „Die Schule ist nicht völlig aus dem Schneider.“ Allerdings solle man sich jetzt erst einmal über die positive Entwicklung in Leezen freuen und abwarten, wie sich die Schülerzahlen tatsächlich entwickelten. Die Schulrätin lobte ausdrücklich den Einsatz der Lehrkräfte und der Eltern. Und auch das Amt hat seine Hausaufgaben erledigt. 800 000 Euro investiert der Schulträger in die Erweiterung des Schulzentrums, an dem gegenwärtig neue Gruppenräume, ein Computerraum, ein größeres Lehrerzimmer und eine Mensa entstehen. Vorbehaltlich der endgültigen Zusage aus Kiel, können in diesen neuen Räumen nach den Sommerfreien die ersten Leezener Gemeinschaftsschüler unterrichtet werden. (aus der LN vom 13.02.2009)
|
|
|